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Braunerden im Taunus
04
März
2017

Braunerden im Taunus

Braunerden mit einem humusreichen Oberboden einem verwitterten (verbraunten) Unterboden sind im Taunus der weit verbreitete Bodentyp. Doch es gibt unter den Braunerden Besonderheiten: Vor rund 12.900 Jahren brach in der Eifel nahe der heutigen Stadt Mendig in Rheinland-Pfalz der Laacher See Vulkan aus. Die Eruption dieses Vulkans war so gewaltig, dass die Vulkanaschen bis in eine Höhe von 30 Kilometern gelangten. Selbst in Schweden sind die Aschen dieses Ausbruchs nachweisbar. Auch im Taunus und insbesondere in Lee-Lagen des Taunuskamms fielen die Aschen dieses Vulkanausbruchs in größerer Mächtigkeit nieder. So beispielsweise im Bereich der Hohen Wurzel und der Platte.

Abb. 1

Durch die Jahrtausende lange Verwitterung der Aschenablagerungen seit dem Vulkanausbruch entstanden aus ihnen besondere Mineralien, sogenannte Allophane, die aufgrund ihrer großen inneren Oberfläche sehr gut Schadstoffe binden können. Ein Gramm Allophan hat eine Oberfläche von bis zu 800 Quadratmetern. Die Böden, die sich in den Ascheablagerungen des Laacher See Vulkans seit der letzten Eiszeit auf dem Taunuskamm entwickelt haben, werden durch ihr lockeres Gefüge als Lockerbraunerden bezeichnet. Diese Böden sind ein hervorragender Schutz des Grundwassers vor Verunreinigungen. Zudem sind Lockerbraunerden ein wertvolles Archiv der Landschaftsgeschichte.

Abb. 2Abb. 3

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